Guten Tag, liebe Überheblichkeit!

Wow, Du hast Dich ja heute in Schale geschmissen.
Hast Du einen großen Tag vor Dir, so aufgeplustert wie Du bist? Erstaunlich, wie sehr Du bei Dir bist.
Wie wenig Woanders. Warst Du schon mal Woanders oder ist alles nur Spieglein, Spieglein?
Woanders ist eine Reise wert.

Letztens schwebtest Du auf den sozialen Medien an mir vorbei. Rauntest der Community zu: Ich teile nur Beiträge, die mich wirklich überzeugen. Ich like nur, was mir 100 % gefällt. Leute, die mich kurz nach ihrer Freundschaftsanfrage einladen, ihre Seite zu mögen, ent-freunde ich.   

Stark. Ganz stark von Dir. Du hast Prinzipien, eine Meinung. Findest klare Worte.
Du merkst schon, ich muss ein bisschen schmunzeln…

Ja, solches Sozialverhalten (ha!) kann durchaus nerven. Ja, erlebe ich auch so und ja, habe ich irgendwann auch schon selbst gemacht (*nichtschäm*). Laut Social Media Experten, ist das nicht die feine (soziale) Art, argumentierst Du. Da brauch es kein Expertentum.
Jetzt können wir uns darüber aufregen oder kurz nach Woanders reisen. An den Ort, wo diese Leute z.B. gerade am Anfang stehen, mit ihrer Idee, ihrem Business, ihrem Engagement. Ich glaube in diesem Woanders warst auch Du schon. Und sag mir bitte nicht, dass Du dort nicht auch das Wohlwollen Deiner Mitmenschen genossen hast. Natürlich sind „echte“ also engagierte, interagierende, für-Conversion-sorgende Fans und Follower die, die uns gaaaaanz weit nach vorne bringen -. Ich halte es so: wenn ich sehe, wie sich Leute (Kollegen, Bekannte, Freunde – solche und jene und auch Fremde) Mühe geben, breche ich mir keinen Zacken aus der Krone, mich sozial zu verhalten. Vielleicht like ich die Seite, vielleicht nicht. Vielleicht like ich sie, abonniere sie aber nicht. Achtung, radikal: vielleicht reagiere ich positiv auf einen Beitrag, der nicht 100%deckungsgleich ist mit all meinen Prinzipien, Überzeugungen, Bedürfnissen, Werten, Vorstellungen und Haltungen. Einfach so, weil es dem anderen Menschen, im besten Fall etwas bringt.

Du gibst dadurch weder Dein Image, Deine Persönlichkeit oder Dein Selbst auf. Nur ein Stück Deiner Wichtigkeit.

Natürlich hast Du Deine Daseinsberechtigung, erfüllst einen Zweck. Aber nicht die ganze Zeit. Du brauchst auch nicht zur Samariterin (St. Martin vor Tür und so) zu werden. Aber Du könntest schon ein Stück von Deinem hohen Ross herunter steigen….das führt Dich auf direktem Weg nach Woanders, liebe Diva.

Hier ein Blogartikel zur Anteilsarbeit, da geht es um das liebe Rumpelstilzchen. 

Liebe Überheblichkeit

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